

Die wedding party bezieht sich nicht auf eine Party, sondern auf eine Gruppe von Freunden und/oder Familienmitgliedern, die dem Brautpaar vor und während der Hochzeit zur Seite stehen. Die wedding party besteht aus der bridal party, d.h. der maid of honor (Trauzeugin der Braut) und den bridesmaids (Brautjungfern); und der groom’s party, d.h. dem best man (Trauzeuge des Bräutigams) und den groomsmen (die männliche Version von Brautjungfern). Braut und Bräutigam wählen normalerweise die gleiche Anzahl an bridesmaids und groomsmen, da diese „gepaart“ werden wenn sie zum Altar schreiten. Es bleibt völlig dem Paar überlassen, wie groß die wedding party ist, jedoch besteht sie meist aus 3-6 bridesmaids und groomsmen. Während der Hochzeit ist die wedding party an ihrer Kleidung erkennbar: Alle bridesmaids tragen dieselbe Farbe (oft exakt dasselbe Kleid, obwohl der Trend heutzutage mehr zu individuellen Outfits übergeht) – oft die Lieblingsfarbe der Braut, die diese Farbe bestimmen darf – während die groomsmen passend und einheitlich gekleidet sind.
Vor der Hochzeit übernehmen die maid of honor und die bridesmaids die Aufgabe, die wedding shower (informelle Party, meist nur für die Braut und ihre Freundinnen, mit Geschenken und Spielen) und die bachelorette party (Junggesellinnenabschied) zu veranstalten, während der best man traditionell die bachelor party (Junggesellenabschied) organisiert. Die wedding party unterstützt das Brautpaar bei der Hochzeitsplanung und nimmt ganz besonderen Anteil an der Hochzeit, weil sie bei jedem Schritt dabei ist. Silkes Meinung nach ist dies ein wunderschöner Brauch, der es erlaubt, diese ganz besondere Phase im Leben des Brautpaares mit den engsten Freunden und Familienmitgliedern zu teilen. Hier gibt es mehr allgemeine Informationen über die wedding party und ihre Mitglieder:
Nach der Trauung stellt sich das Brautpaar und die wedding party in einer Reihe auf, und alle Gäste können den Frischverheirateten gratulieren, sie begrüßen, und einander vorgestellt werden.
Diese Tradition stammt aus Holland. Hatte eine mittellose Familie nicht genügend Geld für eine Mitgift, oder verweigerte der Vater seiner Tochter die Aussteuer weil er der Heirat nicht zustimmte, taten sich die Dorfbewohner zusammen um der Braut mit der Mitgift zu überschütten, die sie nicht besaß. Dieser Brauch ist heutzutage noch weitverbreitet in den USA und Kanada. Showers werden normalerweise von den bridesmaids organisiert, die die Gäste dazu einladen, Geschenke für den Hausstand des Brautpaares zu bringen. Heutzutage sind showers nicht mehr nur für Frauen, sondern sowohl Freunde des Bräutigams nehmen auch oft teil.
Das Rehearsal ist die Generalprobe der Hochzeitszeremonie. Das Brautpaar, die wedding party, und die Eltern des Brautpaares und nahe Verwandte treffen sich am Tag vor der Hochzeit am Ort der Zeremonie und gehen den Ablauf gemeinsam durch, so dass jeder weiß, wann er/sie wo sein muss und was er/sie machen muss. Danach findet das Rehearsal Dinner statt, bei dem alle Beteiligten zusammen in ein nettes Restaurant gehen und den Abend vor der Hochzeit genießen.
In den USA gibt es kein Standesamt – es findet nur eine einzige Zeremonie statt. Diese Zeremonie kann kirchlich sein oder nicht religiös, das bleibt dem Brautpaar überlassen. Nach der Zeremonie unterschreibt das Paar die Heiratsurkunde und ist damit rechtlich verheiratet.
Gastgeschenke sind eine Tradition aus Italien und den USA: Das Brautpaar bedankt sich bei seinen Gästen mit einem kleinen Geschenk. Dies muss weder besonders kostspielig noch ein tatsächliches Präsent im herkömmlichen Sinne sein. Vielmehr geht es hier um eine liebe Geste, eine kleine Aufmerksamkeit, die den Gast an das schöne Fest erinnern soll.
Wenn die Gäste mit dem Besteck an ihre Gläser klopfen, muss das Brautpaar sich küssen. Meist fangen einige wenige Gäste damit an, und dann stimmen die anderen mit ein, bis der ganze Raum in Gläserklingeln ertönt.
Der Dollar Dance ist ursprünglich eine Tradition aus Polen. Die männlichen Gäste zahlen einen Dollar (oder auch mehr...) für das Privileg, mit der Braut tanzen zu dürfen, und für die weiblichen Gäste gilt dasselbe mit dem Bräutigam. (Es ist auch möglich, dass die weiblichen Gäste mit der Braut tanzen und die männlichen Gäste mit dem Bräutigam.) Die maid of honor und der best man sammeln das Geld ein und geben es dem Brautpaar für die Flitterwochen oder den Hausstand. Der Dollar Dance zieht sich normalerweise über zwei bis drei Songs hinweg, und jeder Gast darf für sein/ihr Geld ca. eine halbe Minute mit Braut oder Bräutigam tanzen. Am Ende wird das Geld gezählt und bekannt gegeben, wer mehr „verdient" hat. Meist gewinnt die Braut. :)
Die Junggesellen unter den Gästen stellen sich hinter dem Bräutigam auf. Dieser entfernt das Strumpfband, das die Braut über dem Knie trägt. Danach wirft er es hinter sich, so wie die Braut den Brautstrauß geworfen hat.