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Shaun and Silke
Let forever begin tonight... 19. Juli 2008
Silke erblickte am 7. September 1979 im malerischen Heidelberg das Licht der Welt. Mit 11 Jahren fing sie an, Englisch zu lernen, und meisterte es schnell. Sie hatte das Glück, mit ihren Eltern um die Welt reisen zu dürfen, jedes Jahr in ein anderes Land ( z.B. die USA, Thailand, Bali, Brasilien, Mexiko, quer durch Europa), und wurde regelrecht süchtig nach Reisen. Seit sie 15 Jahre alt war, war ihr Ziel eines Tages auf eine amerikanische Universität zu gehen. Im Jahre 2002 wurde ihr Traum endlich wahr: Sie machte sich auf den Weg nach Champaign um ein Jahr lang an der University of Illinois zu studieren. Obwohl sie zuerst unsicher war, da sie keine Menschenseele in Champaign kannte und noch nie dortgewesen war, wurde das Austauschjahr schnell zur besten Zeit ihres Lebens.

Nachdem sie nach Deutschland zurückkehrte, konnte sie es kaum abwarten ein neues Abenteuer anzutreten. Die nächste Chance bot sich als sie an der University of Illinois ihre Diplomarbeit schrieb. Während dieses Aufenthalts in Champaign – von dem sie sicher war, es würde ihr letzter sein – lernte Silke Shaun kennen, und der Rest ist bekannt. Im Moment arbeitet Silke an ihrem Doktor in Arbeits- und Organisationspsychologie an der University of Illinois und hofft danach einen Job im Bereich Human Resource Consulting zu finden. Sie staunt immer noch darüber, wie das Leben manchmal spielt, und ist von tiefstem Herzen dankbar für all die Faktoren die zusammenspielten damit sie und Shaun sich kennenlernen konnten.

Shaun wurde geboren am 3. Juni 1978 und wuchs auf in Portage, Indiana. Mit 14 fing er an in der High School Deutschunterricht zu nehmen. Als er 17 Jahre alt war, ging Shaun mit einem Austauschprogramm nach Deutschland. Er verbrachte einen Monat im kleinen Städtchen Rockenhausen und unternahm Exkursionen in naheliegende Städte, unter anderem Heidelberg. (Zur selben Zeit war Silke zum Urlaub in den USA.)

Shaun studierte Mathematik an der Purdue University Calumet, verfiel dann aber irgendwie ins Programmieren. Nach der Uni zog er nach Champaign um für Wolfram Research zu arbeiten, und fing kurz danach an, in seiner Freizeit an Gnome zu arbeiten, der graphischen Desktop-Umgebung für GNU/Linux. Eines Abends bemerkte Shaun, dass er zuviel Zeit hinter seinem Computer verbrachte, und er fasste den Entschluss, tanzen zu lernen. Wie der Zufall es wollte, fand gerade zu der Zeit, als er Silke kennelernte, in Deutschland eine Gnome-Konferenz statt an der Shaun teilnehmen wollte. Silke bot ihm freundlicherweise (und flirtenderweise) an, in ihrer Wohnung in Heidelberg zu übernachten, während sie noch in Champaign ihre Diplomarbeit zu Ende schrieb.

So lernten wir uns kennen

Als Silke im Januar 2005 nach Champaign zurückkam um ihre Diplomarbeit zu schreiben, nahm sie, wie schon während ihres Austauschjahres, wieder Salsa-Tanzstunden. Wie der Zufall es wollte, wurde Shaun kurz zuvor vom Tanzfieber gepackt. Wir sahen uns bei den wöchentlichen Salsa-Abenden, sprachen aber nicht wirklich miteinander. Als wir beide im April einen Rueda-Tanzkurs nahmen (Rueda ist Salsa im kubanischen Stil und wird im Kreis getanzt), nahmen wir beide teil an einer Vorführung des Tanzes beim Dancing Illini Graduation-Tanz. An diesem Abend begann alles. Wir fingen an, gemeinsam zu Tanzevents zu gehen und redeten, lachten und tanzten nach dem Ende der Events oft noch bis mitten in der Nacht auf der Straße. Eine Woche voller Dates an jedem Abend – inklusive einer spontanen Fahrt nach Indianapolis um eine Jazz Band zu sehen, zahlreiche Filmnächte bis in die frühen Morgenstunden, und ein bisschen „Nachhilfe" von Yue, Erika, und Mary – kulminierten endlich am 14. Mai 2005 in unserem ersten Kuss. Wir tanzen noch heute miteinander.

Unsere Verlobung

Im August 2006 entschieden wir uns dazu, am letzten Wochenende bevor Silke ihr erstes Jahr als Doktorand antrat etwas Schönes zu unternehmen. Wie der Zufall wollte, gaben Mingo Fishtrap, eine von Shauns Lieblings-Funk-Bands, an diesem Samstag ein kleines Konzert in St. Louis. Obwohl es zuerst regnete (und das Konzert im Freien stattfand) verlebten wir einen wunderschönen Abend mit erster Klasse Funk-Musik und viel Tanzen. Auf unserem Weg zurück ins Hotel machte Shaun einen Umweg durch Kiener Plaza, ein kleiner Park direkt neben unserem Hotel. Shaun meinte, er wolle nur schnell ein Bild von uns machen vor dem alten Gerichtsgebäude umgeben vom „Arch" (dem Wahrzeichen von St. Louis, ein großer Bogen der als „Gateway to the West" an den Beginn der Eroberung des Westens erinnern soll), und er stellte die Kamera mit dem Timer auf den Rand eines grossen Blumentopfs während Silke wartete. Als Shaun sich umdrehte, holte er den Ring aus seiner Hosentasche, kniete sich vor ihr hin, und fragte Silke (die sich noch genau an jedes einzelne Wort erinnert), ob sie ihn heiraten wolle. Selbstverständlicherweise sagte Silke ja… Als wir uns umarmten und küssten, kam ein Obdachloser auf uns zu – er war der erste, der uns gratulierte und uns „ein Leben voller Glück" wünschte. Am nächsten Morgen, als Silke ihre Mutter anrief, sagte sie ihr „Ihr seid die Ersten, die davon erfahren – nach dem Obdachlosen!"